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Zündkerzen im VW Käfer

Mit der Zündkerze wird das zündfähige Gemisch im Brennraum des Zylinders zur Entzündung gebracht. Weil Laien als erstes nach diesem Bauteil sehen wenn es um die Zündung geht, werden die Zündkerzen oft für Pannen und Ausfälle verantwortlich gemacht. Unter normalen Betriebsbedingungen ist die Zündkerze jedoch nur sehr selten wirklich das Problem.

Im VW Käfer von 1963/64 kommen Zündkerzen mit 14mm Kerzengewinde zum Einsatz. Die originalen Herstellerbezeichnungen der Kerzen lauteten Bosch W 175 T 1, Beru 175/14, Champion L85. Diese Kerzen werden mittlerweile unter anderen Namen geführt. Es können auch gleichwertige Zündkerzen anderer Fabrikate entsprechend den Angaben der Kerzenhersteller eingesetzt werden. Im VW Käfer halten die originalen Zündkerzen ohne weiteres mehr als 15.000 km durch, moderne Ersatztypen braucht man wahrscheinlich auch bei der mehrfachen Laufleistung nicht mehr zu wechseln.

Der einzige problematische Punkt ist der Abbrand der Mittelelektrode, die zu einem immer größer werdenden Elektrodenabstand führt. Die beim Käfer vorgeschriebene Einstellung von 0,7 mm Elektrodenabstand wird von der Hochspannung der Zündanlage problemlos überbrückt. Bei einem Elektrodenabstand von 0,9 mm kann dies schon nicht mehr der Fall sein: Kommen ungünstige Faktoren wie eine schwache Batterie oder eine feuchte Verteilerkappe ins Spiel, springt kein Funke mehr über und der Motor wird nicht anspringen. Der eigentliche Fehler liegt auch hier nicht bei der Zündkerze, der große Elektrodenabstand verschärft lediglich das Problem.

Zündkerze prüfen

Das Prüfen der Zündkerze dient dazu weitere Probleme des Motors frühzeitig zu erkennen. Entnehmen Sie die Zündkerze und sehen Sie sich den berech um die Elektroden genauer an. Laut Betriebsanleitung läßt sich am "Kerzengesicht" der Zustand des jeweiligen Zylinders erkennen:

Die Farbe des Kerzengesichts kann je nach Farbe der Schlacken und der Asche des Kraftstoffs ins bräunliche abweichen. Das Gemisch sollten Sie nicht anhand des Zündkerzenbildes einstellen sondern in einer Werkstatt mit einem CO-Meßgerät. Das Kerzengesicht ändert sich auch durch andere Einflüsse.

Häufig im Stadtverkehr und auf Kurzstrecke eingesetzte VW Käfer erreichen nur selten die richtige Betriebstemperatur. Die Kerze reagiert mit Verrußung und Verkokungserscheinungen obwohl das Gemisch korrekt eingestellt ist. Das Zündkerzengesicht ist schwarz oder verkokt, weil die Selbstreinigungstemperatur der Kerze nicht erreicht wird. Hier hilft die häufigere Reinigung der Kerzen oder der Umstieg auf einen anderen Wärmewert.

Reinigen Sie die Zündkerze mit einer Bürste und prüfen Sie den Elektrodenabstand. Stellen Sie den Abstand durch Biegen Sie die Masse-Elektrode (den Bügel) bei Bedarf auf 0,7mm ein. Achten Sie beim Einbau auf den korrekten Sitz des Dichtrings.

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