Kaefer63.de - Tipps und Tricks zum Käfer

Die Frischluftheizung

Der '64er Käfer verfügt über eine Frischluftheizung, er gehört zu den ersten Jahrgängen mit großen Heizbirnen statt J-Rohren. Diese Art der Heizung wurde bei allen Modellen ab Dezember 1962 (Modelljahr '63) serienmäßig verbaut. Heizungsteile am Käfermotor Die Heizung wird zunächst wie bei den Vorgängermodellen über einen Drehknopf auf dem Rahmentunnel geregelt. Durch die Drehung des Knopfes wird ein Bowdenzug aufgewickelt und die Klappen der Heizbirnen betätigt. Der Drehknopf wird mit dem Modelljahr '65 (ab August 1964) durch Hebel zwischen den Vordersitzen ersetzt. Eine regelmäßige Pflege der Klappenmechanik der Heizbirnen zahlt sich (spätestens im Sommer) aus: Die Achse der Verschlußklappe ragt aus der Heizbirne heraus und ist nur auf dem äußeren Blech der Heizbirne gelagert. Frei dem Spritzwasser zugänglich ist Rost vorprogrammiert. Da die Hebelmechanik direkter arbeitet als der Knebel, ist die erforderliche Kraft zum Schließen oder Öffenen der Heizungsklappe dann irgendwann zu groß. Zinkfarbe und Fett halten die Lager einigermaßen gängig, durch die Wärme fließt außen aufgeschmiertes Fett jedoch relativ schnell ab. Öl verbietet sich von selbst: Gelangt es in die Heizbirne riecht der Käfer anschließend aus der Heizung nach Öl.

Die Schläuche für die Heizung sind an zwei Stutzen am Gebläsekasten angesetzt, so daß das Gebläse "frische" Luft aus dem Motorraum durch die Heizbirnen und die Schweller nach vorne pumpt.

Diese frühen Jahrgänge des 34PS-Motors verfügen zudem über einen Drosselring am Gebläsekasten. Hiermit wird die Luftmenge für die Motorkühlung bei kaltem Motor verringert, indem die Ansaugöffnung des Lüfterrades verkleinert wird. Mit steigender Motortemperatur wird der Ring vom Lüfterrad abgehoben und die Luftmenge für die Motorkühlung erhöht. Das hört sich gut an, solange man nicht versucht bei Minusgraden mit kalten Motor loszufahren, denn der Drosselring reduziert auch die Luftmenge für die Heizung. An späteren Baujahren wurde der Drosselring durch eine Klappenmechanik am Unterteil des Gebläsekastens ersetzt, so daß bei kaltem Motor durch Klappen der Luftstrom zu den Zylindern reduziert und damit der Luftstrom für die Heizung verstärkt wird.

Haben Sie schon den Teil über den Luftfilter und die Ansaugvorwärmung gelesen? Im Bereich der Heizung und Luftfilter waren die Modelljahre 1963 und 1964 nicht wirklich durchdacht (man könnte auch sagen Murks). Zu viele Teile wurden von den vorherigen Baujahren übernommen, dann aber bereits wenige Modelljahre später richtig geändert. Es scheint, daß VW bis Mitte der 60er-Jahre noch große Lagerbestände an alten Motor-Teilen verbauen mußte.

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